Das mit Abstand lustigste in diesem Mai, bisher. Klicken! Klicken! Klicken!
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Das bekannteste Cliché über den Wetterbericht ist, dass er falsch ist. Das könnte man seiner Qualität zuschreiben, die korrekte Vorhersagen zur Gewohnheit macht und bei der eine falsche umso mehr auffällt; aber tatsächlich hat die Unzuverlässigkeit eine lange Tradition.
Bei dem Bild aus dem letzten Post handelt es sich um das Delta des Urals im Kaspischen Meer. Die einzigartige Form erfordert etliche Vorbedingungen, so muss sowohl die Fließgeschwindigkeit des Flusses als auch die Strömung im Mündungsgewässer sehr niedrig sein, ferner muss der Fluss viele Sedimente mit sich führen, und die jeweiligen Wassertemperaturen dürfen nicht zu verschieden sein.
Dieses exquisite kleine Juwel stammt von 1907 und wurde dementsprechend nachträglich koloriert. Sie sehen: Les Kiriki.
Heute vor 32 Jahren starb Jesse Owens, der erfolgreichste Teilnehmer der olympischen Spiele 1936. Die Hintergrundgeschichte zu seinen Leistungen wird höchst ambivalent bewertet, denn weder in Deutschland noch in den USA hatte er nur Freunde.
Die klassische Story besagt, dass die Nazis, die bei den Berliner Spielen die arische Überlegenheit präsentieren wollten, dem Schwarzen die Anerkennung für seine Errungenschaften verärgert verweigerten, während er andernorts zu Recht gefeiert wurde. Hitler persönlich habe ihm als einzigem Athleten den Handschlag verweigert.
Begeistert waren die Übermenschen zweifellos nicht. Albert Speer etwa entsann sich später eines Gespräches mit Hitler:
Jeder der deutschen Siege, und es waren überraschend viele, freuten ihn, doch er war höchst verärgert über die Triumphserie des ausgezeichneten farbigen amerikanischen Läufers Jesse Owens. Leute, deren Vorfahren aus dem Dschungel kamen, seien primitiv, sagte Hitler schulterzuckend, ihre Kondition sei besser als die der zivilisierten Weißen und daher sollten sie von zukünftigen Spielen besser ausgeschlossen werden.
Yes – Heart of the Sunrise. Der Text spielt hier mehr als zusätzliche Facette zum Gesamtkunstwerk denn zur Übermittlung von Sinn oder Inhalt eine Rolle, anders sind Zeilen wie “How can the wind with its arms all around me / Sharp – Distance” nicht zu erklären. Nein, der Satz geht nicht irgendwie weiter. Trotzdem ein großartiger Song!
Die tollste Schreibtischdekoration überhaupt wäre ja wohl ein Schädel, so richtig schön mit tropfender Kerze.
Das zumindest dachte sich mein Onkel vor einigen Jahren, als er über den Friedhof ging und einige Knochen in frischem Grabaushub sah. Einen der Arbeiter, die gerade mit der Buddelei beschäftigt waren, fragte er, ob er sich (so er denn einen fände) einen Schädel mitnehmen könne.
“Klar! Guck mal da oben, da hab ich vorhin noch einen gesehen!”, war die Antwort, und tatsächlich lugte eine Zahnreihe aus dem Hügel. Den Knochen ließ er aber sofort fallen, suchte das Weite und mied fortan frische Gräber, denn obwohl sonst nicht besonders zart besaitet, ekelt sich mein Onkel leicht und der restliche Skalp, der noch an dem Schädel hing, gab ihm den Rest.
Neben Revolver einer meiner Favoriten für Schönes-Wetter-Sonnenschein-Gute-Laune-Musik:
Den Blauton Ultramarin kennt jeder, der schon einmal einen Malkasten besessen hat. Nun ist die Etymologie von Farben meistens relativ offensichtlich: Mal nach Pigmenten (Kobaltblau, Zinnoberrot), mal nach Pflanzen (Indigo, Waldmeistergrün), mal nach tierischen Quellen (Cochenille, Purpur) benannt, spiegeln die Namen meistens die Herkunft der Farbstoffe wieder. Nicht anders, wenn auch nicht auf den ersten Blick ersichtlich, ist das bei Ultramarin.
Obscured by Clouds (1972) ist der andere bekannte Pink-Floyd-Soundtrack. Zugrunde liegt wie schon beim zwei Jahre älteren More ein Film des französischen Regisseurs Barbet Schroeder, hier ist es La Vallée, wiederum ein Film über Hippies. Diesmal gehören sie einer Expedition nach Papua-Neuguinea an, die die letzten weißen Flecken auf der Karte (daher “obscured by clouds”) erkunden möchte.
Musikalisch ist es sehr unfloydhaft, wie jedes wahre Pink-Floyd-Album. Obscured by Clouds ist das Gegenteil hochglanzpolierter, auf Perfektionismus getrimmter Werke wie die der nächsten drei Jahre. Der raue Klang ist der kurzen Aufnahmezeit von nur zwei Wochen geschuldet und geht stellenweise fast schon in Richtung dessen, was man sonst von King Crimson gewohnt ist.
Fazit: Hören!
➢ Anspieltipps: When You’re In, The Gold it’s in the… (s.o.), Free Four